Fotografie-Monitoring

Es ist das gleiche Foto ohne Veränderung – links auf einem Notebookmonitor und rechts auf einem Iphone Monitor.

Unterschiedlicher kann die Farbgebung kaum sein.

Daher ist es auch immer so schwer genau zu beurteilen wie ein Foto farblich aussieht.

Selbst bei Smartphones gibt es keine identische Darstellung.

Nachfolgend links mein Samsung S20FE und rechts mein Iphone XR.

Deshalb sind Fotos auf Papier die einzige Lösung, wenn es auf die genaue Farb- oder Graustufendarstellung ankommt.

Insofern wäre dann der Ausdruck das Original.

Aber ist das überhaupt noch sinnvoll und wann kommt es darauf an?

Deshalb ist ein geteiltes digitales Foto mit seinen Farben immer nach dem genutzten Monitor zu beurteilen. Selbst eine einheitliche Farbdarstellung, wie sie z.B. Hasselblad bewirbt, reicht nicht aus, weil die Geräte, auf denen die Fotos empfangen werden, wieder anders kalibriert oder eingestellt sind.

Sie sehen auf dem Ausdruck oberhalb als color profile die Angabe „Display P3“: „Was ist eigentlich Display-P3? Display-P3 ist eine Kombination aus dem DCI-P3-Farbraum mit dem D65-Weißpunkt. Er entstand aus der Implementierung des DCI-P3-Farbumfangs in digitalen Kinoprojektoren, da dieser Standard lebhaftere Grün- und Rottöne als der traditionelle sRGB-Farbraum bietet. Der Weißpunkt der ursprünglichen DCI-P3 ist grün getönt, und die Gammakurve beträgt 2,6. Aufgrund dieser Parameter eignet sich der Standard für die Darstellung im Kino, jedoch nicht für eine nähere Betrachtung, wie z.B. auf Monitoren. Daher schlug Apple vor, den Weißpunkt in D65 und die Gammakurve in die sRGB-Kurve zu ändern, und nannte den neuen Satz von Attributen „Display-P3″. Der Display-P3 Farbumfang ist größer als der sRGB Farbumfang. Warum sollte das für Designer von Bedeutung sein? Zum einen ist es für sie wichtig, sich zu überlegen, wie ihre Arbeit veröffentlicht und im realen Leben gesehen wird. Vor zwanzig Jahren wurden kreative Arbeiten hauptsächlich über Ausdrucke verbreitet. Heute werden Illustrationen und Fotografien hauptsächlich elektronisch geliefert. Daher ist es sinnvoll, Kunstwerke auf einem Display so zu gestalten, dass sie die Bedingungen widerspiegeln, unter denen sie von den Empfängern tatsächlich betrachtet werden. Wenn ein Werk gedruckt werden soll, sollten die Designer ihre Werke auf einem AdobeRGB-Monitor betrachten, um den CMYK-Druck am besten zu simulieren. Wenn Kunstwerke jedoch hauptsächlich auf Display P3-kompatiblen Geräten betrachtet werden, sollten sie auf einem Display P3-Monitor in der Vorschau angezeigt werden. Warum ist ein traditioneller sRGB-Monitor der Aufgabe nicht gewachsen? Ein sRGB-Monitor liefert möglicherweise nicht die lebhaften Farben, die ein P3-Display erzeugen kann.“

Das sollte man vielleicht wissen, wenn man etwas online setzt oder verschickt.

 

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1 Kommentar

  1. […] Man muß wissen, daß die Simulation je nach Sensorart X-Trans oder Bayer offenbar auch bei Fuji differiert. Und je nach Monitor sieht auch noch mal alles anders aus. […]

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