Geld, GAS und Glaube – Fotografische Geräte heute

Wer Fotografie als Hobby betreibt, gilt als Amateurfotograf.

Wer aber nicht viel Geld hat, muß sehen wie er/sie damit zurechtkommt.

Nun ist mein Denken alt und nicht mehr für viele nachvollziehbar und attraktiv.

Denn wer nur das Smartphone kennt, wird oft mit Instagram zufrieden sein.

Dann braucht man nicht viel mehr.

Oder vielleicht doch!

Mal sehen.

Hier sieht man drei Smartphones:

Es handelt sich um das Huawei P9, das Motorola One Zoom und das Pixel 3a.

Das Huawei P9 hat eine Leica Linse und einen zusätzlichen monochromen Sensor. Man kann damit wirklich astreine JPG Fotos in Farbe und rein monochrom machen mit der darin verbauten Festbrennweite.

Das Motorola One Zoom hat sogar drei Festbrennweiten, Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Telezoom um die 80mm und echte DNG RAW Dateien mit allen drei Brennweiten(!) neben JPGs.

Das Pixel 3a arbeitet mit viel KI und kann  optisch Weitwinkel (ca.27mm) und fast verlustfrei digital Normalbrennweite (ca.50mm) bieten mit  JPG und hat einen wirklich guten Porträtmodus und KI Raw Dateien, die schrumpfen …

Die Handys haben damals in der Summe – mit oder ohne Vertrag – ca. 1500 Euro gekostet (heute 2022 gebraucht zusammen ca. 400) und sind als Telefon noch nutzbar, aber nicht mehr real als Smartphone wegen fehlender Sicherheitsupdates. Aber die Kamera bleibt erhalten solange der Akku läuft.

Man kann also sagen, ich habe nun noch drei Geräte mit Digitalkameras, die unterschiedliche aber richtig gute fotografische Möglichkeiten bieten.

Für mich war dies alles viel Geld. Ich hätte mir ein Handy gewünscht, das mir ausreicht aber stattdessen habe ich mir aus dem Glauben heraus, daß das neuste Gerät fotografisch alles andere ersetzt, immer einen neuen Mobilfunkvertrag gekauft und ich war eine Weile auch in dem Glauben, daß es technisch nicht möglich ist, ein Smartphone zehn Jahre mit Sicherheits-Updates zu versorgen.

Jetzt weiß ich, daß es möglich ist aber nicht gewünscht und politisch nicht geklärt.

Das ist die Zeit von heute.

In analogen Zeiten wußte man meistens, was man hat, wenn man sich Markenartikel kauft.

Dazu zählt auch Leica. Dazu zählt aber auch Miele und revueflex.

In digitalen Zeiten ist alles schwieriger.

Digital heißt flüchtiger aber auch umfassender.

Insofern ist alles in Bewegung geraten, gerade auch bei Preisen und Produkten.

Aktuell sehe ich, daß neue Smartphones z.T. mehr kosten als ein neues digitales Kleinbildkamera Kit.

Da sieht man wie sich Werte und Preise ändern und parallele Welten existieren.

Aber umgekehrt ist es auch so, daß ich so ein teures Smartphone mit Vertrag für ca. 50 Euro im Monat (plus Datentracking und Spionage) bekomme inklusive Flatrate.

Das kann sich heute fast jeder erlauben. Wer es nicht kann, erhält ebenfalls richtig gute Smartphones mit Vertrag schon für 20 Euro pro Monat – jeweils plus Spionage durch Datentracking.

Fotografieren und Telefonieren und das Zeigen in sozialen Netzen war also noch nie billiger/teurer.

Wenn man nun die SIM Karte entfernt und nur noch damit fotografiert und dies zu Hause per Schnur oder über Wlan irgendwo sichert, dann fällt die Spionage und das Datentracking fast aus. Denn man braucht kein google Konto mehr oder Ähnliches, weil ja nichts mehr aktualisiert werden muß.

Diese Probleme entfallen natürlich komplett bei reinen Digitalkameras.

 

Hier bin ich am Ende meines Gedankengangs. Er hat mich zu keiner Lösung geführt aber Lösungswege sichtbar gemacht je nach Gerät, Geld und Sammelleidenschaft GAS.

 

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