Lumix trifft Andoer Lens – 25mm F1.8

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So wie früher nur digital.

Diesen Eindruck hatte ich beim Fotografieren mit der Andoer 25mm F1.8 Linse an der Lumix GF7.

Nachmittags bei Sonnenschein im Winter nutzte ich den Filter Dynamisch Monochrom und malte etwas mit Licht und Schatten.

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Ich empfand diese Linse als etwas altertümlich.

Sie machte auf eine eigene Art Spass, aber sie hält keinem Vergleich mit ihrem Bruder an der Fuji XE2s stand.

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Dieses Foto hatte ich laut Objektivring mindestens mit Blende 8 gemacht und ich habe es aus der RAW-Datei mit der Option hoher Detailreichtum in Silkypix 8 nachgeschärft.

Wenn Sie auf 100 Prozent klicken, sehen Sie, wie weich es dennoch ist.

Zum Vergleich ein Foto mit der X-T100 und dem 15-45 Kitobjektiv:

Fuji X-T100 15-45 Blende 4.5

Das Foto ist mit Blende 4.5 aufgenommen worden und sieht ähnlich unscharf aus. Das nächste Foto ist mit Blende 5 aufgenommen worden und durchgängig schärfer:

Fuji X-T100 15-45 Blende 5

 

Ich würde sagen die Skala auf dem Andoer stimmt nicht. Statt 8 höchstens Blende 4.5.

Im näheren Bereich bis 3 Meter klappt das Spiel mit Schärfe und Unschärfe wunderbar, sogar im Laufen als Strassenfotografie im Wortsinn:

Insgesamt halte ich das Andoer-Objektiv an MFT für einen weichen Pinsel, der uns Bilder malen läßt, die an vergangene Zeiten erinnern. Für das Auge ist dies alles gefällig und sinnfällig aber doch sehr sanft. Ich bin kein Freund der absoluten Schärfe aber hier ist die Unschärfe im Schärfebereich doch relativ stark sichtbar wenn es weiter weg ist. Wenn man das weiß, kann man es nutzen und einfach mit groben „Strichen“ malen so wie auch hier:

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Ja so sieht es aus, wenn man mit Licht malt. Jeder Pinsel ist anders.

Es ist speziell, aber wenn man sich drauf einläßt, dann erzielt man damit Ergebnisse, die man so mit anderen Objektiven neuerer Bauart nicht erzielt – und man hat seinen Spaß! Nähere Motive sind am Besten geeignet.

„Für meine Zwecke als Fotograf ist es wichtig, ein Objektiv mithilfe ganz unterschiedlicher Parameter auszuwerten, die alle zum spezifischen “Look” der betreffenden Optik beitragen. Einige sind messbar, andere nicht. Mich interessiert nur, wie ein bestimmtes Objektiv insgesamt “zeichnet”. Simplifizierte Urteile wie “Scharf” oder “nicht Scharf” sind nicht mein Ding, “

So wird der Fotograf Mark Dubovoy auf messsucherwelt.com zitiert.

Ich finde dies sehr schön und zutreffend.