Offenbar sind wir jetzt in der Zeit nach dem Du bekommst was du siehst – What you see is what you get angekommen.
Damit ist eigenständiges Fotografieren nur noch im sog. Profimodus möglich.
Ich will dies an einem Beispiel zeigen.
Hier sieht man, was ich gesehen habe auf dem Monitor:
Das Licht ist völlig überblendet.
Bisher habe ich dann immer von Hand auf dem Monitor nachgeregelt bis die Lichtverhältnisse am Monitor stimmten.
Jetzt drücke ich nur noch auf den Auslöser und das Ergebnis sieht so aus:
Das ist ein ausgerechnetes Foto bei dem ich nichts weiter tun muß als den Auslöseknopf zu drücken.
Es ist natürlich an Bequemlichkeit nicht mehr zu überbieten. Und die Farben stimmen mit der Realität überein.
Aber was ich auf dem Monitor sehe, stimmt nicht mehr mit dem überein, was als Ergebnis rauskommt.
Ob ich das wirklich will, ist eine andere Frage, weil ich fotografisch völlig abhängig bin von dem, was die Software macht.
Ist das Zauberei, Lottofotografie oder fehlende Qualität des Monitors?
Die Zauberei entpuppt sich für mich eher als technisches Defizit.
Das ist dann aktuelle Realität beim Fotografieren mit einigen neueren Smartphones.
Eigentlich möchte ich weiterhin die Dinge auf dem Monitor so sehen wie sie aufgenommen werden.
Umgekehrt ist es noch nicht auf allen Smartphones so – und das beruhigt mich doch sehr.
Denn zur fotografischen Freiheit gehört auch das Recht auf eigenständige Gestaltung der Belichtung.
Wenn es beide Möglichkeiten gibt, dann ist es eine Erweiterung der Freiheit, wenn es nur noch eine Möglichkeit gibt, dann ist es eine Beschränkung der fotografischen Freiheit – und dann wird aus Zauberei Zwang oder die Zauberei entpuppt sich als fehlerhafte Technik.











