„Leser-Blindtest 2025: Das Motorola Edge 60 Pro hat die beste Smartphone-Kamera“
So schreibt der Redakteur auf computerbase.de.
Und er gibt damit eine Orientierung, die weit über die bezahlten Influencer hinausgeht, zumal das ganze Geschehen aufwendig dokumentiert wurde. Es ist eine unglaublich interessante Umfrage über fotografischen Geschmack und zugleich eine der faktischen Perlen von Texten jenseits von Fakenews.
Denn man muß sich ja fragen, ab wann was immer besser ist? Was ist „besser“, was schmeckt besser?
Auch die Kommentarsektion dieses Artikels ist interessant, weil sie sehr differenziert ist und man natürlich sieht, über Geschmack kann man streiten – zumal die ganz teuren Smartphones eher abgeschlagen hinten liegen. Die echte Welt ist eben auch hinter dxo zu finden.
Es gibt da keine Naturgesetze sondern Bedingungen und Sichtweisen.
Ist ein immer größeres Handy immer besser? Der Displayfan sagt vielleicht ja, der haptisch orientierte Mensch sagt eher nein.
Ist ein immer größeres Kameramodul mit immer größeren Sensoren immer besser und wenn, an welcher Geräteart?
Mittlerweile kann man sogar lange stangenähnliche Objektive an das Handy schrauben. Das kommt mir so vor wie die Zeit vor dem Samsung Galaxy K Zoom, das dann meilenweit besser war, haptisch und praktisch.
Und so ist die Fotografie immer wieder neu und doch nicht ohne Geschichte.
In Smartphones entscheidet sich an den Sensoren, was überhaupt möglich ist.
Wenn z.B. Samsung, Sony oder Omnivision einen neuen Sensor rausbringen wie z.B. mit eingebautem 2fach Zoom, dann ist die Umsetzung je nach Hersteller das eigentlich Neue aufgrund der sensorischen Vorgaben.
Wieviel ist das Neue wert in einer Zeit voller Neuigkeiten?
Was bringt mir dies fotografisch überhaupt ?
Solche Fragen zu stellen und Antworten zu finden, ist Teil des eigenen fotografischen Lebens.
Meistens ist heute neu nicht mehr besser, nur „neuer“ und oft teurer…
Aber auch soziale Gebrauchsweisen spielen eine Rolle wie wir von Mr. White wissen.
Wie habe ich es in der Schule gelernt?
„Zivilisation kann man kaufen, Kultur nicht.“
Kameras und Smarphones kann man kaufen, wie und was man damit fotografiert nicht.
So ist die neue Zeit ganz neu und doch ganz alt.
In diesem Sinne!










