Schwere Kamera vor Ostern und ihre Reizwirkung

Ich hatte eine schwere Kamera dabei, die Lumix S5 mit Sigma 65mm F2.

Beim Gang durch die Stadt gab es sehr interessante Einschätzungen.

Fast alle mit Verkleidung (Karnevalssamstag) lächelten mich an und warteten darauf, fotografiert zu werden obwohl ich die Kamera eigentlich nur in der Hand hielt und mich umsah.

Dafür wurde ich dann von jungen Passanten ohne Verkleidung besserwisserisch angesprochen als ich von außen ein Foto von einem Schaufenster machte. Ich dürfe dies nicht fotografieren.

Ich habe es dennoch gemacht, weil mir das Motiv mitten aus dem Leben gefiel.

Aber so ist das heute, wenn man erkennbar mit einer Kamera rumläuft. Um mich herum waren Dutzende von Menschen, die ihr Smartphone in der Hand hielten und ganz viele davon fotografierten oder drehten Videos.

Davon wurde gar keine Notiz genommen.

Es ist irgendwie irre. Einerseits fotografiert fast jeder alles und andererseits wird der, der eine große Kamera in der Hand hat, zum auffallenden Faktor.

Aber das ist die neue Zeit.

In sozialen Situationen – und Streetfotografie – ist eigentlich nur noch das Smartphone angesagt. Es ist unauffällig und schnell.

Aber für spezielle Aufnahmen mit Unschärfe, kurzer Schärfentiefe o.ä. sind immer noch echte Digitalkameras unerläßlich.

Ich habe gestern in Wuppertal drei Männer mit einer großen Kamera gesehen und ich war einer von Ihnen. Ansonsten waren in meinem Umfeld ca. 3000 mit Smartphone unterwegs.

Das ist die Kulturrevolution.

Jetzt habe ich schon so viel geschrieben und noch nicht über mein Selbstportät mit Osterhasen und Lichtspiel mit Platzspiegelung.

Das Foto gefällt mir ausnehmend gut und ich habe dabei nichts dem Zufall überlassen. Es sind mindestens 5 Ebenen auf diesem Foto zu finden aber man kann es auch mit einem Blick als rein visuelle Rahmung wahrnehmen.

Es sind auch viele Menschen auf dem Foto aber keiner als Person erkennbar.

Und so ist die neue Zeit auch mit neuen Blicken und neuen Fotos ausgestattet, die nicht immer aus Drohnen stammen müssen sondern auch einfach vor Ort entstehen können.

 

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