Die neue Legende hat den doppelten Sucher

Die Leica M11 lebt.

Wer sie sich kaufen kann, schlägt gerade zu und schreibt sehr schön darüber.

Aber beim Lesen auf Webseiten ist ein wesentliches Thema dabei der neue doppelte Sucher.

Nein, es ist nicht der Hybridsucher von Fuji sondern ein digitaler Aufstecksucher bei der Leica M11, der zusätzlich zum Messsucher genutzt werden kann.

Damit steigt Leica in die Sucherphilosophie von Fujifilm ein.

Für mich ist dies sehr interessant.

Fuji hat in seinen digitalen Suchern mittlerweile ein digitales Schnittbild – also echt Messsucher auf digitale Art wie hier beschrieben ist:

„Eine Ausnahme stellen lediglich Messsucherkameras wie beispielsweise die bekannte und sündhaft teure M-Reihe von Leica dar. Messsucherkameras verfügen im Sucher über eine Einstellhilfe zum Fokussieren. Es gibt zwei Methoden, die Mischbildmethode und die Schnittbildmethode.

Die Mischbildmethode, auch als Doppelbildmethode bezeichnet, arbeitet mit Doppelbildern. Ist das Motiv nicht korrekt fokussiert, hat man zwei sich überlappende Bilder im Sucher. Bei korrekter Fokussierung überlagern sich diese bis man nur noch ein Bild zu sehen scheint. Die Funktionsweise der Mischbildmethode mit den Doppelbildern ist im nachfolgenden Bild veranschaulicht. In der linken Bildhälfte stimmt der Fokus nicht ganz, so dass im Messfeld zwei sich überlagernde Bilder erscheinen; dadurch wirkt das Bild im Messfeld auch unscharf. Stimmt hingegen der Fokus (rechte Bildhälfte), dann erscheint im Messfeld nur noch ein einziges, scharfes Bild.

Für die Schnittbildmethode braucht man hingegen eine klar definierte senkrechte Linie. Solange der Fokus nicht richtig sitzt wird die Linie unterbrochen dargestellt. Nur bei korrektem Fokus ist die Linie als Ganzes zu sehen. Dieser Sachverhalt ist im nachfolgenden Bild dargestellt: Bei nicht korrekt eingestelltem Fokus verläuft die senkrechte Linie im Messfeld versetzt (linker Bildteil); durch manuelle Scharfstellung gleicht man diesen Linienversatz aus, bis man eine durchgezogene senkrechte Linie erhält.“

Fuji hat die Schnittbildmethode im digitalen Sucher und Fuji hat den optischen Sucher bei bestimmten Modellen, den ich so mag und man kann sogar optisch und digital noch mischen.

Vice Versa – die M11 hat den analogen Messsucher und nun einen digitalen elektronischen Aufstecksucher.

Jeder kommt aus seiner Welt aber sie nähern sich an.

Das gilt übrigens auch für die Bildqualität am Monitor und im Ausdruck trotz unterschiedlicher Sensorgrößen.

Und so ist es eine wahre Freude sich als Amateur weiter in der Fotowelt zu bewegen, weil man kreativ sein kann auf seine eigene Art.

Meine Leica heißt Fuji.

Und es ist Fotografie voller Freude und Spaß!

Aber noch etwas ist interessant. Während heute am 19.01.2022 bei dpreview die ersten Leica M11 Fotos zu sehen sind aus einer Vorproduktionskamera, kann man auf messsucherwelt.com die ersten Fotos einer echten gekauften Leica M11 sehen. Manchmal ist der Käufer dann doch im Vorteil vor den großen Webseiten – und der Leser ….

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