DNG RAW bei Motorola One Zoom, Nokia 7.2, LG G8s und Iphone 11 Pro Kameras

Der Kameramarkt ist in Bewegung, der Smartphonemarkt auch. Erstaunlicherweise gibt es aktuell einige neue Smartphones, die den klassischen Ansatz von Fotografen ermöglichen, das Speichern von RAW-Dateien.

Am Besten sind dabei die, die das auch mit allen Brennweiten im Smartphone können und nicht nur mit der primären Brennweite der Rückseitenkamera.

Ich möchte mich daher zunächst bei den Testern bedanken, weil sie es mir mit ihren Tests ermöglichten, durch reale Vergleichsfotos meine eigenen Erfahrungen mit ihren abzugleichen.

Aber mir fehlt in diesen Tests etwas und deshalb schreibe ich diesen Artikel.

Es geht um RAW.

Das Iphone 11 Pro kann nicht mit allen Kameralinsen RAW Dateien erzeugen und abspeichern, es geht nicht im Ultraweitwinkel. Beim LG G8s Thinq geht es nicht im Telemodus.

Das Nokia 7.2 und das Motorola One Zoom können mit allen Linsen RAW-Dateien abspeichern, auch mit der Selfiekamera.

Motorola One Zoom und Nokia 7.2 im manuellen Promodus der Fotoapp

Die Kameramodule von Motorola und Zeiss weisen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Die Promodi sehen sehr ähnlich aus, das Motorola hat zusätzlich einen optischen Zoom und das Nokia zusätzlich die Zeiss-Bokeh Varianten.

Ein Foto mit dem 3fach Tele (optisch nicht 2fach möglich) des Motorola unbearbeitet als fertiges jpg morgens vor Sonnenaufgang sieht so aus:

Dann habe ich das Foto mit Alienskin Exposure 5 aus der DNG-Datei entwickelt, weil dieses Programm nicht so rumzickt, sehr viele Möglichkeiten hat und zuverlässig ist:

Wenn Sie die beiden Bilder oberhalb vergleichen durch Zoomen und z.B. links Baum und Haus anschauen, dann sehen Sie, dass das fertige Bild glatter ist und das aus der dng Datei detailreicher.

Hier noch eine Variante von on1, leider ist das Programm eher umständlich und langsam und teuer:

Es gäbe natürlich unzählige Möglichkeiten hier trotz Dunstschleier am Morgen das Foto zu verändern.

Hinzu kommt aber, dass das fertige Foto oben auf einem Ipad besser wirkt als die entwickelte RAW Datei. Wahrscheinlich ist der Farbraum nicht so differenziert wie auf einem Monitor. Hier zeigt sich wieder, dass jeder Bildschirm anders darstellt.

Ich wollte hier zum Ausdruck bringen, daß die Nachbearbeitung durch das RAW Format gut möglich ist.

Es gibt aber ein Problem, das ich nur beschreiben aber nicht lösen kann.

Für viele PC-Programme scheint DNG nicht DNG zu sein. Selbst wenn ich DNG mit dem Adobe DNG Konverter umgewandelt habe, ist DNG dann doch nicht DNG.

Was will ich damit sagen?

Wenn in einem Smartphone die Möglichkeit angeboten wird, als DNG RAW zu speichern, sollte man doch davon ausgehen, daß dieses Format Standard ist.

Ist es aber wohl nicht.

Ich hatte mit dem Samung S9 Probleme, mit dem Motorola und einigen mehr. Mal kann Adobe Camera Raw nicht lesen, mal kann Silkypix nicht lesen, mal kann Acdsee nicht lesen, mal kann Corel Paintshop Pro nicht lesen – wohlgemerkt das DNG Format.

Da wäre ja zu fragen, ob es an den Programmen liegt oder ob das DNG-Format nicht standardisiert ist oder sich die App-entwickler nicht an den Standard halten?

Offenkundig nicht so standardisiert wie Adobe verlauten läßt.

Einen guten Artikel gibt es zu dieser Frage bei Foto Schumacher.

Davon abgesehen nutze ich zunehmend nur noch Alienskin Exposure und eine Dateiverwaltung, weil ich damit so gut wie immer sicher und zuverlässig arbeiten kann. Meinen Dank an diese Firma!

Fazit:

Wer klassisch fotografieren will mit RAW vom Ultraweitwinkel bis Tele erhält dies meines Wissens nur im Motorola One Zoom.

Ergänzungen werden gerne als Kommentar angefügt.

 

 

3 Gedanken zu „DNG RAW bei Motorola One Zoom, Nokia 7.2, LG G8s und Iphone 11 Pro Kameras“

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